Zeitreise durch die Geschichte der Schrift
Ist Handschrift im digitalen Zeitalter noch zeitgemäß? Mit dieser Frage beschäftigten sich unsere Studierenden des ersten Ausbildungsjahrgangs im Juli 2026 bei einem besonderen Schreibworkshop in Zusammenarbeit mit dem Historischen Museum Bayreuth.
Zu Beginn erhielten sie spannende Einblicke in die Entwicklung der Schrift – von den ersten Zeichensystemen bis hin zu unserem heutigen Alphabet. Dabei wurde deutlich, wie sehr sich Schrift im Laufe der Jahrtausende verändert hat und welche Bedeutung sie bis heute für Kommunikation, Lernen und persönliche Ausdrucksfähigkeit besitzt.
Anschließend wurde Geschichte lebendig: Mit einer historischen „Schatztruhe“ konnten die Studierenden verschiedenste Schreibgeräte und Materialien vergangener Jahrhunderte kennenlernen und selbst ausprobieren – darunter Gänsefedern, Bambus- und Schilfrohre, Griffel auf Wachstafeln sowie Schiefertafeln. Besonders das Schreiben mit Feder und Tinte verlangte Geduld, Konzentration und Fingerspitzengefühl.
Der Workshop machte eindrucksvoll deutlich, dass Handschrift weit mehr ist als das Festhalten von Gedanken. Sie fördert wichtige kognitive Prozesse, verbindet Kopf, Herz und Hand und schafft eine ganz besondere Form des bewussten Schreibens.
Ein herzliches Dankeschön an die Museumspädagogin Frau Schulte und das Historische Museum Bayreuth für diesen abwechslungsreichen und inspirierenden Workshop, der unseren Studierenden eine spannende Reise in die Geschichte der Schrift ermöglicht hat.
Christine Just-Sommerey