Berufsprofil Förderlehrer*in

Ein Spezifikum im Freistaat Bayern
Im Rahmen des Bildungsauftrages von Schule, der Unterricht und Erziehung verbindet, sind Förderlehrkräfte an den Schulen gleichwertige Partner und Fachkräfte für individuelle Förder- und Lernprozesse.

Berufsbild

Der berufliche Auftrag

Der Förderlehrer unterstützt den Unterricht und trägt durch die Arbeit mit Schülergruppen zur Sicherung des Unterrichtserfolges bei. Er nimmt besondere Aufgaben der Betreuung von Schüler*innen selbstständig und eigenverantwortlich wahr und wirkt bei sonstigen Schulveranstaltungen und Verwaltungstätigkeiten mit.

Selbstverständnis

Schüler*innen bringen bezüglich ihrer Interessen, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Potenziale ganz unterschiedliche Lernvoraussetzungen mit.
Dabei hat jedes Kind das Recht, in seiner kognitiven, emotionalen, motorischen und sozialen Entwicklung bestmöglich ganzheitlich gefördert zu werden.
Um allen Schüler*innen gerecht zu werden, bedarf es einer Differenzierung und Individualisierung des Unterrichts.

Durch die Schaffung von Lern- und Erfahrungsräumen, die den unterschiedlichen Voraussetzungen der Schüler*innen Rechnung tragen, werden diese in ihrer Kompetenzentwicklung gezielt unterstützt.

Aufgabenfelder

Förderlehrer*innen sind qualifizierte und umfassend ausgebildete Fachkräfte für individuelle Förder- und Lernprozesse im Unterricht.

Sie werden an bayerischen Grund- und Mittelschulen sowie Förderzentren mit dem Förderschwerpunkt „Lernen“, in jahrgangsgemischten, heterogenen Klassen und Ganztagsschulen eingesetzt.
Sie unterstützen hier die unterrichtliche und erzieherische Arbeit von Lehrkräften.

Dazu arbeiten sie vertrauensvoll mit den Klassen- bzw. Kooperationslehrkräften, den Erziehungsberechtigten sowie schulinternen und externen Fachkräften zusammen, schwerpunktmäßig zur individuellen Förderung von Schüler*innen in den Fächern:

Darüber hinaus gestalten sie das Schulleben mit, leiten Arbeitsgemeinschaften (z. B. Schülerbücherei, Streitschlichter, Schülerzeitung, Schulband), organisieren Veranstaltungen an der Schule und wirken an schulischen Vorhaben, Unterrichtsgängen, Schullandheimaufenthalten und Projekttagen mit.

Besoldung

Die Laufbahn der Förderlehrer*in gehört zur Beamtenlaufbahngruppe des gehobenen Dienstes (A9/A10, Funktionsstellen bis A12).

Ein Schulgeld wird während der Ausbildung nicht erhoben;
es entstehen jedoch Kosten für Arbeitsmaterialien oder Studienfahrten.

Das Institut verfügt über eine Studierendenbibliothek mit entsprechender Fachliteratur sowie zahlreichen Laptops und iPads zur unterrichtlichen Nutzung.
Im Rahmen der Ausbildung kann die fachgebundene Hochschulreife erworben werden, mit der anschließend auch universitäre Studiengänge wie Psychologie, Soziale Arbeit, Grund- und Mittelschullehramt absolviert werden können.

Berufsverbände

Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V.

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Landesverband Bayern

Katholische Erziehergemeinschaft Bayern (KEG)

Haben Sie noch Fragen?

Für weitere Informationen zur Ausbildung können Sie uns hier erreichen.

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